Im Keller riecht es modrig, die Wände sind feucht und Schimmel zeigt sich an den Wänden. Leidgeplagte stellen sich die Frage, warum selbst trotz ständiger Belüftung in den Sommermonaten die Feuchtigkeit hartnäckig bleibt.

Bauphysikalische Zusammenhänge werden vielfach verkannt.
Wird ein Kellerraum zum Beispiel bei Außentemperaturen von mehr als 25 Grad und einer hohen Luftfeuchtigkeit belüftet, so gelangt diese warm-feuchte Luft in den Kellerraum. Dort streift sie an den erdkühlen (8 bis 13 Grad) Kellerwänden vorbei und reduziert dabei die Temperatur. Das führt zur Kondenswasserbildung an der kältesten Stelle des Raumes, also an den Kellerwänden.Vielfach wird diese Art von Kondensationsfeuchtigkeit an den Kellerwandflächen als eine über das Erdreich eindringende Feuchtigkeit interpretiert. Kostenintensive Abdichtungsarbeiten, die bei dieser kondensationsbedingten Feuchtigkeit gar nicht notwendig wären (und daher auch zu keinerlei Trocknungserfolg führen), sind hier also überflüssig.

Feuchter Keller, modriger Geruch – optimale Belüftung schafft Abhilfe
Meist sind im Winter die Fenster im Keller zu und im Sommer dauernd auf. Weil die meisten denken, wenn es draußen schön warm ist, trocknet auch im Keller alles. Genau das Gegenteil tritt ein. In den Keller kommt warme Luft von außen, kühlt ab und gibt dadurch Feuchtigkeit ab. Der Keller wird also durchs Lüften im Sommer feucht!

Am Besten wird der Keller in der kühlen Jahreszeit belüftet, denn dann erfolgt auch die Trocknung der Kellerluft und damit der Kellerwände. Natürlich sollte an Frosttagen der Keller nur durch “kurzes Stoßlüften” gelüftet werden. Auf keinen Fall darf der Frost in die Kellerräume eindringen. Abgefrorene oder gar geplatzte Wasserrohre wären die Folge …

Wer seine Kellerräume richtig belüften will, muss die physikalischen Gesetzmäßigkeiten beachten. Eine Trocknung kann nämlich nur dann erreicht werden, wenn kühlere oder trockenere Außenluft als die in dem Kellerraum befindliche Raumluft zugeführt wird.