`Fogging`, das bedeutet plötzlich und überraschend auftretende schwarze Flecken und rußartige Schlieren in den eigenen vier Wänden. Tapeten, Schränke, Gardinen, Fensterrahmen, Fliesen oder Einrichtungen werden innerhalb weniger Tage auf unerklärliche Weise grau bis schwarz. Manchmal sieht es so aus, als wäre im Wohnzimmer der Kamin verpufft oder im Schlafzimmer ein Lagerfeuer abgebrannt. Die dunklen Flächen verschmieren wie ein Ölfilm und sind selbst mit scharfen Mitteln schlecht wegzuwischen. Und wenn, dann kommen sie in kurzer Zeit wieder zurück, bis das Problem irgendwann und unberechenbar zum Stillstand kommt, manchmal nach Wochen, manchmal erst nach Monaten. Manchmal verschwindet es und kommt nach einem Jahr wieder. Diese beängstigenden Phänomene häufen sich besonders in den letzten Jahren.Gesundheitsgefahr?

Es handelte sich in allen Fällen um ungewöhnliche Mengen feiner Staubpartikel. Man kann davon ausgehen, dass diese eingeatmet werden und sich auf Schleimhäute legen.

Es wurde Feinstaub auf einige hundert leicht- und schwerflüchtige Schadstoffe (Formaldehyd, Lösemittel, Biozide, Flammschutzrnittel, Weichmacher…) analysiert. Es wurde nach Ruß und Schwermetalle gesucht, nach Allergenen und Pilzen gefahndet. In den meisten Fällen waren die Ergebnisse nicht besorgniserregend, deckten sich mit jenen aus foggingfreien Wohnungen und dürften deshalb aus gesundheitlicher Sicht nicht kritisch sein. Die für Verbrennungsrückstände und Ruß typischen PAK`s (polycyklische aromatische Kohlenwasserstoffe) waren auf keiner unserer Proben nachzuweisen.

In einigen Fällen waren jedoch deutlich erhöhte Schimmelpilzzahlen zu finden und überdurchschnittliche Konzentrationen an Weichmachern, schwerflüchtigen Kohlenwasserstoffen, Alkoholen und Zusätzen, wie sie auch in einigen Tapeten und Wandfarben Verwendung finden. Hier gibt es auch aus gesundheitlicher Sicht Handlungsbedarf.

Es ist sinnvoll, gezielte Messungen vor Ort und Analysen im Labor durchzuführen, um ein mögliches biologisches Risiko einschätzen zu können. Zu diesen Untersuchungen gehören: die leicht- und schwerflüchtige Schadstoffe in Luft, Staub und Material. Bakterien und Pilze, Partikelzahl, -art und –größe. Elektrostatik von Kunststoffoberflächen – Temperatur und Feuchte – Taupunkt und Dampfdruck von der Luft, Oberflächen und Bausubstanz, die Luftionisation und andere raumklimatische bzw. thermische Verhältnisse.